Capoeira ist eine brasilianische Sportart, die auf ästhetische Weise Kampf und Tanz miteinander verbindet. Capoeira wurde von den aus Afrika verschleppten Sklaven entwickelt und heißt:

Kampf und Tanz, Energie und Kraft, Selbstbewusstsein und Ästhetik, Ritual und Spontanität, Körperschulung und Lebensphilosophie.

Dazu gehört aber auch das Spielen von Instrumenten, Rhythmusgefühl, Kreativität und Improvisieren, Koordinationsgefühl und Ausdauer.

Capoeira ist Lebensgefühl und Kultur

Ein anderer Reiz kommt von dieser fremden Kultur. Die Capoeira-Gruppe, sowohl ihre aktiven Capoeiristas als auch alle Familienangehörigen, bilden eine große Familie. In diesem Kreis werden Geburtstage, Feste und Partys gefeiert. Für deutsch-brasilianischen Kulturaustausch ist also bestens gesorgt. In diesem Rahmen wachsen auch die Kinder mit Capoeira auf und bekommen so alle Vorteile der Capoeira von Klein auf mit. Für Kinder bietet Capoeira eine gute Möglichkeit Kraft, Koordination und Rhythmusgefühl auf spielerische Art zu schulen. Durch das Spielen vor der Menge, sei es in der Roda (Kreis) in der Schule oder auf öffentlichen Plätzen, stärkt man unbewusst sein Selbstbewusstsein.

Nach gemeinsamer Aufwärmarbeit werden die spezifischen Angriffs- und Verteidigungstechniken eingeübt, die anschließend in der Roda (Kreis) ausgeführt werden. Die traditionellen Percussion-Instrumente wie Berimbau, Pandeiro (Schellentrommel), Agôgô und Atabaque (Konga-ähnliche Trommel) werden unterrichtet.

Auf dem Sportfest für alle – Inklusion ERleben kann man Capoeira auf der Bühne als auch im Mitmachprogramm hautnah erleben. Am Sportfest tritt die Erlanger Capoeira-Gruppe PRETO È BRANCO des ESCOLA CULTURAL BRASIL unter der Leitung von Ferreira Adilson auf. Die Gruppe besteht aus behinderten und nicht-behinderten Menschen und ist somit ein Paradebeispiel für Inklusion. Weitere Infos auf der Homepage.

Capoeira-Workshop
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